Ludwik Lejzer Zamenhof - Zitate
From Famous Quotes
Ludwik Lejzer Zamenhof (1859-1917)
polnischer Augenarzt und Begründer der Plansprache Esperanto
Überprüft
Chronologisch geordnet
- "Damit eine Sprache eine Weltsprache ist, genügt es nicht, sie so zu nennen." - über Esperanto, 1887
- "Ich will nicht der Schöpfer der Sprache sein, sondern nur der Initiator." - über Esperanto, 1888
- "Heute kommen zwischen den gastfreundlichen Mauern von Boulogne-sur-mer nicht Franzosen und Engländer zusammen, nicht Russen und Polen, sondern Menschen mit Menschen." - 1. Esperanto-Weltkongress, 1905
- "Wir sind nicht so naiv zu glauben […] dass eine neutrale Grundlage aus den Menschen Engeln macht; wir wissen sehr wohl, dass böse Menschen auch danach böse bleiben; aber wir glauben, dass Verständigung und das Sich-einander-kennenlernen auf einer neutralen Grundlage wenigstens die große Menge von Bestialitäten und Verbrechen beseitigen wird, die nicht durch schlechten Willen zustande kommt, sondern einfach vom Nichtkennen und von erzwungenem Sichaufdrängen." - über Esperanto, 1906
- "Nach der Meinung der ethnischen Chauvinisten besteht der Patriotismus im Hass gegen alles, das nicht zu einem selbst gehört, darum sind wir ihrer Meinung nach schlechte Patrioten, und sie sagen, dass die Esperantisten ihr Vaterland nicht lieben. Gegen diese lügenhafte, unehrenhafte und verleumderische Beschuldigung protestieren wir energisch [[…]. Während der Pseudopatriotismus, also der ethnische Chauvinismus, Teil eines gemeinsamen Hasses ist, der alles in der Welt zerstört, ist der wahre Patriotismus Teil jener großen gemeinsamen Liebe, die alles erbaut, bewahrt und glücklich macht." - 1907
- "Volapük ist vor allem wegen eines großen Fehlers zugrunde gegangen, den es leider hatte: das völlige Ermangeln einer natürlichen Entwicklungsfähigkeit; bei jedem neuen Wort oder Wortform hing die Sprache immer von den Entscheidungen einer einzigen Person oder einer Gruppe ab, die sich leicht untereinander zerstritt." - 1911
- "Eine Sprache, die während 25 Jahre das Ausprobieren überstanden hat, die im besten und immer blühenderem Zustand bereits eine ganze Menschengeneration überlebt hat und schon älter ist als viele ihrer Sprecher, die eine schon große, gewaltig wachsende Literatur besitzt, die ihre Geschichte und ihre Traditionen hat, ihren genauen Geist und ihre klaren Ideale - eine solche Sprache muss sich nicht mehr fürchten, dass irgendetwas sie von dem natürlichen und geraden Weg stößt, demzufolge sie sich entwickelt. Das Leben und die Zeit haben unserer Sprache eine natürliche Stärke garantiert [[…]. Das heutige Jubiläum ist ein Fest dieses Lebens und dieser Zeit." - über Esperanto, 1912
Zugeschrieben
- "Ich sehe in jedem Menschen nur einen Menschen, und ich beurteile jeden Menschen nur nach seinem persönlichen Wert und seinen Taten. Jegliche Beleidigung oder Benachteiligung eines Menschen aus dem Grunde, dass er einem anderen Volk, einer anderen Sprache, einer anderen Religion oder einer anderen sozialen Schicht angehört als ich, betrachte ich als Barbarei."